Ich bin nicht süchtig. Ich könnte jederzeit aufhören.

Lass mich nur kurz dieses Kapitel zu Ende lesen.

|Rezension| tiny love stories – Daniel Jones und Miya Lee (Hrsg.)

Wahre Geschichten über die Vielseitigkeit der Liebe

Verlag: Groh
Übersetzung: Christiane Bernhardt
Gebundene Ausgabe: 12,00 Euro
Erscheinungsdatum: 14.01.2022
Seiten: 208

„Neidisch betrachte ich seine Freundin. Sie kennt ihn, wie ich ihn gern kennen würde. Erzähl mir von ihm, möchte ich sagen. Sag mir, wie er seinen Kaffee trinkt, wann er zum letzten Mal geweint hat, wie er im Schlaf aussieht. Erzähl mir, wie er Gute Nacht sagt, ob er Gedichte schreibt, wie er bei deiner Familie ist. Erzähl mir, was er über seine Kindheit berichtet hat, seine Eltern, seine Schwester. Erzähl mir, ob er Kinder möchte, einen Hund, ein Haus in Japan. Erzähl mir von seinem Weltbild, seinen Albträumen, seinen Geheimnissen. Bitte, möchte ich sagen. Erzähl mir von meinem Bruder.” – Lucy Mae Coulson

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|Rezension| Die Wut, die bleibt – Mareike Fallwickl

Das wichtigste Buch des Jahres

Verlag: Rowohlt
Gebundene Ausgabe: 22,00 Euro
Ebook: 15,99 Euro
Erscheinungsdatum: 22.03.2022
Seiten: 384

„Der Scheiß an der Sache mit der Belastbarkeit ist, dass Mütter an ihre Grenzen gehen und weit darüber hinaus (…), sie können nicht mehr, aber sie schaffen es dennoch. Wie so ein überladener Transporter, dessen Reifen fast unter dem Gewicht platzen, dessen Auspuff am Boden schleift, der sehr langsam fährt und quietscht dabei, aber hey, er fährt halt noch.“ (S.171)

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|Rezension| Über Menschen – Juli Zeh

“Über Menschen” = Über das Menschsein

Verlag: Luchterhand
Gebundene Ausgabe: 22,00 Euro
Ebook: 14,99 Euro
Erscheinungsdatum: 22.03.2021
Seiten: 417

„Dora fragt sich, ob Jojo glücklich ist. Sie vermutet, dass sein Trick darin besteht, sich diese Frage nicht zu stellen. Wer kein Glück verlangt, wird nicht mit Unglück bestraft.“ (S.391)

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|Rezension| Licht – Christoph Meckel

Eine Liebesgeschichte, die keine Emotionen weckt

Taschenbuch: 9,99 Euro
Ebook: 4,99 Euro
Erscheinungsdatum: 01.05.1980
Seiten: 128

„In der Dunkelheit war, was wir sagten, deutlich zu hören, und wir ließen uns Zeit zu sprechen und zuzuhören. Es waren die vertrauten Wörter unserer Sprache, aber die Betonungen schienen verändert. In der Nacht besaß jedes Wort einen neuen Klang, der aufmerksam machte und Zärtlichkeit versprach.“ (S.29)

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|Rezension| Die Erbschaft – Connie Palmen

Mit Connie Palmen raus aus der Leseflaute

Verlag: Diogenes
Originaltitel: De Erfenis
Übersetzung: Hanni Ehlers
Taschenbuch: 11,00 Euro
Erscheinungsdatum: 31.01.2003
Seiten: 160

„Es gibt solche ekelhaft positiven Menschen (…), solche Typen vom Schlag Etty Hillesums, die du hinter Stacheldraht sperren kannst. die du schlagen kannst, demütigen, durch den Dreck ziehen und verhungern lassen, und sie krepieren mit dem nach wie vir hehren Glauben an das Gute im Menschen und die Glückseligkeit des eigenen Schicksals, aber so eine bin ich nicht. Ich denke nicht daran, mein Unglück zu segnen. Ich betrauere es, jeden Tag.” (S.66f.)

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