Ich bin nicht süchtig. Ich könnte jederzeit aufhören.

Lass mich nur kurz dieses Kapitel zu Ende lesen.

|Rezension| Der Hals der Giraffe – Judith Schalansky

Ein Protagonistin, die man nicht mögen kann

Verlag: Suhrkamp
Taschenbuch: 10,00 Euro
Ebook: 9,99 Euro
Erscheinungsdatum: 21.10.2012
Seiten: 222

„Das Leben war kein Kampf, es war eine Bürde. Man musste sie tragen. So gut es eben ging. Eine Aufgabe vom ersten Atemzug an. Als Mensch war man immer im Dienst. Man starb nie an einer Krankheit, sondern an der Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die uns nicht auf diese Gegenwart vorbereitet hatte.“ (S.199)

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|Rezension| Logbuch eines unbarmherzigen Jahres – Connie Palmen

Die Offenbarung eines Trauerprozesses

Verlag: Diogenes
Taschenbuch: 10,90 Euro
Ebook: 9,99
Originaltitel: Logboek van een onbarnhartig jaar
Übersetzung: Hanni Ehlers
Ebook: 15,99 Euro
Erscheinungsdatum: 30.04.2014
Seiten: 304

„In der Allgegenwart eines Abwesenden zu leben ist ein Zustand der Zerrissenheit und Benommenheit, der dir die Vertrauenswürdigkeit nimmt, weil niemand dir diese Doppelung ansieht, weil sich niemand vorstellen kann, dass du ununterbrochen von dem begleitet bist, was andere nur hin und wieder erfahren, ganz kurz, in einer aufblitzenden Erinnerung, einem Stich des Vermissens, einem unvermittelt zuschlagenden Schmerz und Unglauben. Es ist eine permanent anwesende Vergangenheit, die das Heute, durch das du dich Stunde für Stunde hindurchbeißt, unwirklich macht. Du atmest, du redest, du tust, als seiest du normal, aber wie der Tote bist du da und doch nicht da.“ (S.77f.)

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|Rezension| Trennungen, Verbrennungen – Helmut Krausser

So geht intelligenter Humor!

Gebundene Ausgabe: 22,00 Euro
Ebook: 18,99 Euro
Erscheinungsdatum: 19.03.2019
Seiten: 256

„An diesem Sonntag wurde Leo bewußt, daß sich eine gute Beziehung gar nicht so sehr im Bett wie vor dem Fernseher entscheidet. Irgendwann, überlegte er, werden die Kompromisse auf dem Mittelweg zuviel. Eine Begeisterung, die man mit dem Partner nicht teilen kann, schrumpft, wenn man sie quasi in sich hineinfressen muß. Sie liegt dann schwer im Magen, und statt Euphorie stellt sich das Gefühl ein, nicht verstanden, nicht beachtet werden.“ (S.151)

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