Ich bin nicht süchtig. Ich könnte jederzeit aufhören.
Lass mich nur kurz dieses Kapitel zu Ende lesen.|Rezension| Die Riesinnen – Hannah Häffner
Einer der besten Romane, die ich je gelesen habe!
„Wer auch immer versucht, erwachsen zu werden und dabei nicht auf unlösbare Widersprüche zu stoßen, wird scheitern. Das Erwachsenwerden, das, wenn man ehrlich ist, vor dem Tod kein Ende findet, ist für unlösbare Widersprüche gemacht.“ (S.357)
|Rezension| Haralds Mama – Johanna Frid
Nicht vom Cover abschrecken lassen!
„Ich fühlte irgendetwas. Ich wollte nicht wirklich wissen, was es war, weil ich Angst hatte, es könnte Hoffnung sein.“ (S.230)
|Rezension| Niemands Töchter – Judith Hoersch
Über die leisen Wunden der Kindheit
„Zeit heilt nicht alle Wunden. Dieser Spruch kann nur von jemandem kommen, der seine Lieblingsmenschen noch hat. Über mir ist damals ein Schatten aufgetaucht, eine fette schwarze Wolke, die nie ganz verschwunden ist.“ (S.325)
|Rezension| Alles muss man selber falsch machen – Alena Schröder
Ein Buch für alle, die heimlich noch auf das Erwachsensein warten
„Ich wäre gern eine von denen, die sich ein Leben ohne Joggen gar nicht mehr vorstellen könne, die es ‘brauchen’, die ihre Laufschuhe mit in ihr Urlaubsgepäck stecken und sich nach einem miesen und stressigen Tag nicht einfach eine Packung Toffifee und eine Flasche Rotwein gönnen, sondern noch schnell ein paar Kilometer durch die Natur rennen. Ich möchte auch diese Euphorie und Freude empfinden, die dieser doch scheinbar so freudlose Sport bei so vielen hervorruft.“ (S.107f.)
|Rezension| Es könnte so einfach sein – Anne Handorf
Wenn eine gute Idee zu viel auf einmal will
„Es gehört zu den Merkwürdigkeiten unseres Lebens – wie kurz oder schön, wie glitzernd oder diesig es auch verlaufen sein mag-, dass wir nie wissen können, ob der Schneemann, den wir gerade gebaut haben, der letzte Schneemann unseres Lebens gewesen sein soll.“ (S.229)
|Rezension| Unter anderen Umständen – Verena Teke
Wenn Hoffnung zur täglichen Zumutung wird
„Ich gehe wortlos an der Anmeldung vorbei, werde aber von der Sprechstundenhilfe, mit der ich vorhin telefoniert habe, aufgehalten. ‘Frau Wiener, ich habe gerade gesehen, dass Sie die aktualisierte Datenschutzerklärung noch nicht unterschrieben haben.’ Sie schiebt mir ein Blatt über den Tresen und reicht mir einen Kugelschreiber. (…) Ich schaue sie fassungslos aus meinen geröteten Augen an, aber sie verzieht keine Miene. Ich umklammere den Kugelschreiber fest und stelle mir vor, wie ich ihn ihr in ihr Herz ramme, dann unterschreibe ich. Sie wünscht mir lächelnd einen schönen Tag.“ (S.109)
|Rezension| Menomorphosen – Jule Ronstedt
Verwandlungen in der Lebensmitte
„’Seien Sie achtsam mit sich’, hatte die Ärztin gesagt. ‘Gehen Sie in die Natur, ernähren Sie sich gesund, vermeiden Sie Stress.’ Das ist leicht gesagt. Mein Leben ist kein Wellnessurlaub, den ich im Preisausschreiben gewonnen habe, und meine Umzugskiste leider nicht die Mary-Poppins-Tasche, aus der ich alles hervorzaubern kann, was ich gerade bräuchte: Kohle, Spezialtherapien, Wohnungen mit Terrasse, Flugtickets zu meinem studierenden Sohn in Mailand oder einen neuen, hübschen Busen.“ (S.60f.)











