Ich bin nicht süchtig. Ich könnte jederzeit aufhören.
Lass mich nur kurz dieses Kapitel zu Ende lesen.|Rezension| Kein Sturm, nur Wetter – Judith Kuckart
Kein Sturm, nur deprimierendes Novemberwetter beim Lesen
„Hat sie sich in ihn verliebt? Und wenn ja, was geht ihn das an? Keiner kann ihr verbieten, in der Vorstellung seine Abwesenheit zu verkehren. Solchen Erzählinstinkt hat jeder. Jedes Gehirn denkt in Geschichten.“ (S.120)
|Kinderliteratour| Helmuts Herz: Gefühle brauchen Mut – Nadine Eiringhaus
|Rezension| Der Hals der Giraffe – Judith Schalansky
Ein Protagonistin, die man nicht mögen kann
„Das Leben war kein Kampf, es war eine Bürde. Man musste sie tragen. So gut es eben ging. Eine Aufgabe vom ersten Atemzug an. Als Mensch war man immer im Dienst. Man starb nie an einer Krankheit, sondern an der Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die uns nicht auf diese Gegenwart vorbereitet hatte.“ (S.199)
|Kinderliteratour| Meisterhafte Märchen der Brüder Grimm – Jacob und Wilhelm Grimm/ Larisa Lauber/ Rusalka Reh
|Rezension| Logbuch eines unbarmherzigen Jahres – Connie Palmen
Die Offenbarung eines Trauerprozesses
„In der Allgegenwart eines Abwesenden zu leben ist ein Zustand der Zerrissenheit und Benommenheit, der dir die Vertrauenswürdigkeit nimmt, weil niemand dir diese Doppelung ansieht, weil sich niemand vorstellen kann, dass du ununterbrochen von dem begleitet bist, was andere nur hin und wieder erfahren, ganz kurz, in einer aufblitzenden Erinnerung, einem Stich des Vermissens, einem unvermittelt zuschlagenden Schmerz und Unglauben. Es ist eine permanent anwesende Vergangenheit, die das Heute, durch das du dich Stunde für Stunde hindurchbeißt, unwirklich macht. Du atmest, du redest, du tust, als seiest du normal, aber wie der Tote bist du da und doch nicht da.“ (S.77f.)
|Kinderliteratour| Wieso? Weshalb? Warum? Das große Wimmelwissen – Carola von Kessel/ Guido Wandrey
Haptisch, optisch und inhaltlich ganz groß
Seiten: 16
|Rezension| Trennungen, Verbrennungen – Helmut Krausser
So geht intelligenter Humor!
„An diesem Sonntag wurde Leo bewußt, daß sich eine gute Beziehung gar nicht so sehr im Bett wie vor dem Fernseher entscheidet. Irgendwann, überlegte er, werden die Kompromisse auf dem Mittelweg zuviel. Eine Begeisterung, die man mit dem Partner nicht teilen kann, schrumpft, wenn man sie quasi in sich hineinfressen muß. Sie liegt dann schwer im Magen, und statt Euphorie stellt sich das Gefühl ein, nicht verstanden, nicht beachtet werden.“ (S.151)













