|Kinderliteratour| Mein Fühl-Wörterbuch. Mein Tag

von | Feb 15, 2017 | 0 Kommentare

Wörterbuch: ja, Fühlbuch: nein!

Verlag:  arsEdition
Pappbilderbuch: 9,99 Euro
Erscheinungsdatum: 9. Dezember 2016
Seiten: 14
Altersempfehlung: 1 -3 Jahre

Worum geht´s?

Das ist meine Welt! Aufstehen, spielen, Mittag essen, auf dem Spielplatz toben und schlafen gehen – begleite mich durch meinen Tag. In diesem Buch mit Fühlregister wird der Alltag der Kleinen auf hochwertigen Fotografien abgebildet und benannt.

Unser Eindruck

Auf dieses Bilderbuch bin ich aufmerksam geworden, weil es im Vergleich zu vielen anderen Fotografien anstatt Zeichnungen beinhaltet. Gerade zum Erkennen von Gegenständen und Lernen der Wörter halte ich Fotografien (die natürlich oft nicht so ansprechend daherkommen wie liebevollen Zeichnungen) eben für den Lerneffekt für durchaus sinnvoll.

In „Mein Fühl-Wörterbuch. Mein Tag“ werden wie der Titel schon verheißt Gegenstände aus dem Alltag eines Kleinkindes in farbenfrohen und gut erkennbaren Fotografien abgebildet sowie der jeweilige Begriff in Worten ausgeschrieben. Das Schöne an diesem Bilderbuch ist, dass die Kinder wirklich die Dinge aus Ihrem Alltag darin erkennen und das Buch damit einen tollen Lerneffekt bei der Sprachausbildung erzielt.

Würde dieses Buch „Mein Wörterbuch. Mein Tag“ heißen, würden wir ihm anstatt einer mittelmäßigen Bewertung eine sehr gute Bewertung geben. Aber der „Fühl“-Aspekt ist in diesem Bilderbuch echt ein Witz. Bis auf zwei Tierfell-Imitate (Hund und Schaf) fühlen sich die restlichen Felder, die nach dazu im Vergleich zum etwa DinA4 großem Format des Buches wirklich klein sind, nahezu gleich an. Und wenn ich als Erwachsene da schon kaum einen Unterschied merke, fällt die Kleinen die Differenzierung der einzelnen Materialien vermutlich nicht leichter. Hier besteht also noch erheblicher Verbesserungsbedarf bzw. sollte der Verlag das Buch vielleicht eher in ein klassisches Bilderbuch umwandeln.

Mein Fazit:

„Mein Fühl-Wörterbuch. Mein Tag“ überzeugt einerseits durch gelungene, kindgerechte Fotografien von Alltagsgegenständen eines Kleinkindes, hat andererseits starken Verbesserungsbedarf im Ausbau des „Fühl-Aspekts“, der durch zu kleine und zu wenige „Fühl“-Felder, die sich zum Teil auch noch gleich anfühlen, im Buchtitel eigentlich vernachlässigt werden könnte.

 

Vielen Dank an arsEdition für dieses Rezensionsexemplar.
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