|Kinderliteratour| Mein Kindergarten-Klavierbuch

von | Sep 29, 2017 | 0 Kommentare

Schöne Idee, die leider schlecht umgesetzt wurde…

Verlag:  arsEdition
Illustration: Anna Karina Birkenstock
Pappbilderbuch: 14,99 Euro
Erscheinungsdatum: 16. Januar 2017
Seiten: 22
Altersempfehlung: ab 3 Jahren

 

Worum geht´s?

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Wie macht die Katze? Wie klingt der Frosch? Und wie singt das Rotkehlchen? In diesem Kinderbuch werden verschiedene Tiere auf Knopfdruck lebendig. Auf sieben Themenseiten haben sich alle Lieblingstiere der Kleinsten versammelt. Hochwertige Fotografien, erstes Tierwissen und realistische Geräusche bieten stundenlangen Hörspaß für kleine Tierfreunde!

 

Unser Eindruck

Die Idee, Kinder durch dieses Klavier-Buch spielerisch an dasselbige Instrument bzw. Musik im Allgemeinen heranzuführen, hat mir sehr gut gefallen. Im Kindergarten-Klavierbuch von arsEdition sind zehn Kinderlieder enthalten, die jeweils mit farbigen Noten dargestellt sind, so dass die Kinder anhand der farbigen Tasten die Lieder einfach nachspielen können ohne sich mit dem komplizierten Notensystem auseinandersetzen zu müssen. Zusätzlich ist auf jeder Doppelseite passend zum Lied eine kleine Anleitung für die Erwachsenen abgedruckt wie das Lied durch Bewegung präsentiert werden kann. Soweit die Theorie.

In der Praxis lässt sich das Nachspielen der Lieder leider nur schwer umsetzen. Dies hat mehrere Gründe: Zum einen halte ich die Auswahl der Lieder für unglücklich, denn von insgesamt zehn Liedern kenne ich gerade mal drei. Damit fällt es mir als Erwachsene schon schwer, die Lieder korrekt nachzuspielen, da ich den Rhythmus der Lieder nicht kenne. Nun kann man dies aber noch meiner mangelnden Allgemeinbildung hinsichtlich bekannter Kinderlieder zuschreiben und deshalb nicht wirklich als Kritikpunkt anführen.

Schwerer fällt die Tatsache ins Gewicht, dass die Tasten für Drei- bis Sechsjährige, die als Zielgruppe des Buches vom Verlag empfohlen werden, schlichtweg zu schwerfällig funktionieren. Selbst als Erwachsener muss man gelegentlich eine Taste mehrfach drücken bis der Ton erklingt. Bei Kindern – so auch bei unserem – führt das natürlich schnell zu Langeweile bzw. Frustration, weshalb unser Sohn bis heute keine Freude an diesem Buch hat, obwohl er grundsätzlich alle Bücher liebt, die irgendeinen Ton produzieren und generell viel Freude an Musik hat.

Die Töne sind insgesamt recht laut und etwas blechern – für mich deshalb hart an der Grenze zu nervig. Ich bin deshalb gar nicht so traurig, dass der Sohn das Buch nicht täglich zur Hand nimmt 😉

Positiv hervorheben möchte ich aber noch die Illustrationen zu den Liedern. Diese nehmen jeweils eine ganze Seite ein und zeigen in bunten Farben meistens Tiere in einer zum Lied passenden Szene. Die stets fröhlichen Tiere sind als solche gut zu (wiederzu)erkennen, so dass die Kinder zumindest beim Anschauen des Buches Freude am Entdecken von Kuckuck, Esel, Ente und Co. haben dürften.

Mein Fazit:

Die nett anzuschauenden Zeichnungen können leider nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieses Kinderbuch durch eine schlechte technische Umsetzung sein Ziel verfehlt. Da es durch die schwerfällige Bedienung der Tasten selbst für einen Erwachsenen nahezu unmöglich ist, ein Lied so nachzuspielen, dass man es wiedererkennt, ist das Buch für Dreijährige leider ungeeignet und hat bei unserem Sohn schnell zu Langeweile geführt. Schade! Vielleicht lässt sich das bei einer kommenden Auflage nachbessern, denn grundsätzlich hat mir die Idee des Buches sehr gut gefallen.

 

Vielen Dank an arsEdition für dieses Rezensionsexemplar.
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