Ich bin nicht süchtig. Ich könnte jederzeit aufhören.
Lass mich nur kurz dieses Kapitel zu Ende lesen.|Rezension| Nachtleben – Sabin Tambrea
|Rezension| Die Erbschaft – Connie Palmen
Mit Connie Palmen raus aus der Leseflaute
„Es gibt solche ekelhaft positiven Menschen (…), solche Typen vom Schlag Etty Hillesums, die du hinter Stacheldraht sperren kannst. die du schlagen kannst, demütigen, durch den Dreck ziehen und verhungern lassen, und sie krepieren mit dem nach wie vir hehren Glauben an das Gute im Menschen und die Glückseligkeit des eigenen Schicksals, aber so eine bin ich nicht. Ich denke nicht daran, mein Unglück zu segnen. Ich betrauere es, jeden Tag.” (S.66f.)
|Rezension| 6 Uhr 41 – Jean-Philippe Blondel
Leise Töne, die überzeugen
„Schließlich gibt Geld einem ein Gefühl von Sicherheit. Gutes Aussehen auch. Ich hatte nichts von beidem. Deshalb versuchte ich, ein Schatten zu werden, eine Theatersouffleuse – jemand, dessen Gesicht man kaum kennt, der aber unersetzlich ist. Mit Sanftmut und Diskretion, so hoffte ich, würde ich es schaffen, für jemanden unersetzlich zu werden.“ (S.92)
|Rezension| Schöne Welt, wo bist du – Sally Rooney
Das Besondere liegt im Gewöhnlichen
„Vermutlich fühlt sich erinnertes Leid niemals so furchtbar wie aktuelles Leid an, selbst wenn es in Wirklichkeit viel schlimmer war – wir können uns nicht daran erinnern, wie schlimm es war, weil Erinnern immer schwächer ist als Erleben.“ (S.47)
|Rezension| Ich denk, ich denk zu viel – Nina Kunz
Wer sich vom Titel angesprochen fühlt, sollte dieses Buch lesen!
„Beim Lesen muss man sich schließlich nie verstellen. So las auch Proust nur, wenn er wirklich Lust dazu hatte, lachte nur, wenn er sich ehrlich amüsierte und selbst Moliére stellte er zurück ins Regal, wenn dieser in anödete. Bücher haben eine Art der Verlässlichkeit, die einzigartig ist. Sie sind für einen da, trösten und wollen nichts im Gegenzug. Das Lesen ist intim, direkt und vertraut. Vielleicht ist es sogar die einzig real existierende Form ‘bedingungsloser’ Liebe.“ (S.168)
|Rezension| Verzweiflungstaten – Megan Nolan
Ein schonungsloser Roman über eine obsessive Liebe
„Es ist ein seltsames Gefühl, zu wissen, dass du nie wieder mit der Art Mensch zusammen sein wirst, die dir gezeigt hat, was Liebe ist, deren Abdruck nie verblassen wird.“ (S.231)
|Rezension| Sozusagen Liebe – Marijke Schermer
Ein kluger Roman über die Erwartungen an die Liebe
„Sie denkt an ihre große Liebe, die sie vielleicht nur deswegen ihre große Liebe nennt, weil sie endete, bevor sie abflaute, nicht die Gelegenheit bekam, definitiv zu scheitern.“ (S.73)












