Ich bin nicht süchtig. Ich könnte jederzeit aufhören.
Lass mich nur kurz dieses Kapitel zu Ende lesen.|Rezension| Hier geht‘s lang – Elke Heidenreich
Ein wunderschönes Herzensbuch: innen und außen
„Es gibt so viele Arten zu lesen. Als Kind liest man neugierig und entdeckt die Welt, dann sucht man sich selbst, dann das unbegreiflich Andere, man liest aus Pflicht, aus Bildungshunger, aus Unterhaltungslust. Man träumt sich weg beim Lesen (…). Man kann sich beim Lesen der Welt entziehen durch Flucht ins Buch, man kann aber auch lesend erst die Welt entdecken (…).“ (S.175)
|Rezension| Inneres Wetter – Elke Schmitter
Ein Roman über die kleinen und großen Geheimnisse innerhalb einer Familie
„Seine Kinder wären erstaunt, welche Erosionsprozesse sich hinter seiner Fassagenpflege ereignet haben.“ (S.122)
|Rezension| Mit uns wäre es anders gewesen – Eliette Abecassis
Was für ein feines Buch über die Liebe und das Leben!
„Und so lief es: Aus Verabredungen wurden gemeinsame Mittagessen, aus Mittagessen Abendessen, aus Abendessen Partys, aus Partys Nächte, aus Nächten Jahre, aus Jahren ein gemeinsames Leben. Das Schicksal entsteht, so scheint es, aus einer Kurzschlusshandlung, einem winzigen Detail, das uns in diese oder jene Richtung abbiegen lässt. Ein Würfelwurf, der vielleicht nicht den Zufall abschafft, aber letztlich doch alles bestimmt.“ (S.45)
|Rezension| Der Brand – Daniela Krien
“Der Brand” brennt sich ein – eines meiner Jahreshighlights!
„…und Rahel denkt, dass besonders in einer Ehe die Summe des Nichtgesagten die Summe des Gesagten bei weitem übertrifft.“ (S.71)
|Rezension| Die Ruhelose – Riikka Pulkkinen
Intensiv, aber zu kurz…
„Auf einmal ist Maries Wirklichkeit schwer, auf einmal haben ihre Tage volles Gewicht. Die Grenze liegt deutlich gekennzeichnet vor ihren Augen. […] An der Grenze leben. Leben und beobachten, wie sich alles in sein Gegenteil verkehrt: Es gibt kein Ich mehr, stattdessen nur diese Leere. Resignation, die völlige Aufgabe des Ich – wie eine Krankheit, die das Gleichgewicht zerstört.“ (S.269f.)
|Kinderliteratour| Du Papa…Ist zehn viel? – Sabine Bohlmann/Emilia Dziubak
Endlich mal ein schönes Buch über Wölfe!
Seiten: 32
|Rezension| Ich hasse Menschen. Eine Art Liebesgeschichte – Julius Fischer
Ich hasse Menschen, aber ich liebe dieses Buch!
„Zu Weihnachten musste ich jetzt nicht mehr beide Familien besuchen. Wie ich das gehasst habe. Das Rumgefahre. Und dabei permanent das schlechte Gewissen, welche Familie dieses Mal den Vorzug an Heiligabend erhält. Für mich als Scheidungskind natürlich der totale Partyspaß. Weihnachten ist auch ohne Familie stressig genug. Dann die Geschenke. Als wäre es nicht schon genug, für eine Gruppe von quasi Unbekannten irgendwas Belangloses im Bereich Kräutermischung oder Öle herauszusuchen. Und dann noch die Geschenke für Peggys Familie. Ob ich glaube, dass sich ihr Bruder über die Trekkingsocken freut. Was weiß denn ich. Er wird auf jeden Fall so tun. Es ist Weihnachten. Das Fest der Lügen.“ (S.23)











